ECDL

Führerschein mit 13?

Genau davon träumen Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe der Georg-Hipp-Realschule: In zwei Jahren wollen sie den ECDL (European Computer Driver License) erwerben. Einen Führerschein für den Computer also. Er soll die Jugendlichen in die Lage versetzen, sich sicher im Internet zu bewegen, denn schnell wird die Leichtfertigkeit der jungen Nutzer im Umgang damit zur Gefahr.
Weil heute die Arbeit mit dem Computer privat, aber auch beruflich, eine Selbstverständlichkeit ist, brauchen Schüler eine solide „Grundausbildung“, die sie sowohl mit den Möglichkeiten, als auch mit den Risiken des world wide web vertraut macht.
Schüler bewegen sich ganz selbstverständlich in Internet-Foren, wissen aber oft nicht, wie man einen einfachen Brief erstellt. Auch im Bereich der sicheren Anwendung von Programmen zeigen sich Defizite. Beides sind aber Kernkompetenzen, will man beruflich erfolgreich sein.
Hier setzt der ECDL an. Er will den Schülern zu einem sicheren Umgang mit dem Internet verhelfen sowie Schlüsselkompetenzen für Berufsalltag und Studium vermitteln. Erreicht wird dies durch eine kostenlose Lernplattform, mit der die Teilnehmer sich vorbereiten können.
Der ECDL ist in 148 Ländern erhältlich und wird weltweit anerkannt. Man kann unter verschiedenen Niveaustufen wählen. Die Schüler der Georg-Hipp-Realschule wollen den ECDL Base erwerben, für den drei Module verbindlich sind: Computer- und Online-Grundlagen sowie Textverarbeitung. Ein viertes Modul kann frei dazu kombiniert werden. Die Realschüler haben sich hier für die Tabellenkalkulation entschieden.
Die DLGI (Dienstleistungsgesellschaft für Informatik) ist in Deutschland für den ECDL verantwortlich. Sie arbeitet eng mit dem Verein „MINT Zukunft schaffen“ zusammen, der es sich zum Ziel gesetzt hat, dem Fachkräftemangel in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik entgegenzuwirken, denn Unternehmen beklagen hier seit Jahren ein fehlendes Angebot an qualifizierten Kräften.
„MINT war und ist Talentschmiede für viele Generationen junger Menschen, gerade der heutigen Nachwuchsgeneration“, sagt Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der MINT Initiative. Doch viele Studenten brechen ihr Studium wieder ab, weil die Realität sich nicht mit ihren Vorstellungen deckt. Damit dies weniger häufig passiert, sollte die Berufsinformation in den Schulen verbessert werden. Hier setzt der ECDL an. „Wer heutzutage kompetent und sicher mit dem Computer umgehen kann, hat bereits den ersten wichtigen Schritt ins Berufsleben hinter sich, sagt DGLI-Geschäftsführer Thomas Michel. Das oberste Ziel seiner Gesellschaft sei es, den Menschen die Teilhabe an der Informationsgesellschaft zu ermöglichen. So hofft er, dem Fachkräftemangel im MINT-Bereich effektiv zu begegnen.

  • GHRS Icons Button-
  • GHRS Icons Button-
  • GHRS Icons Button-
  • GHRS Icons Button-
  • GHRS Icons Button-
  • GHRS Icons Button-
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen